Workshops

Filme in der Lehre: Wie Dokus, Talkshows, Spielfilme und weitere Filmformen innovativ und wirksam eingesetzt werden können

Hochschulen & Universitäten Schulen Blended-Learning Dynamische Videos H5P Kritisches Denken fördern Videoerfahrung als Lernerfahrung Videos didaktisch einbetten

Audiovisuelle Medien gehören seit langem zu den wesentlichen Unterhaltungs- und Informationsmitteln. Immer mehr junge Menschen lernen mit und durch Videos - im Hochschulkontext meist mit Erklärvideos im sogenanten "Talking Heads"-Format: in statischen Kameraeinstellungen, in denen eine Expertin/ein Experte Fachwissen referiert.

Mit der Etablierung von Technologien wie dem Internet oder Smartphones sind „Bewegtbilder“ wesentlich leichter produzier-, distribuier- und rezipierbar geworden. Auch in der Hochschullehre spielen Videos auf unterschiedliche Weise eine wichtige, didaktische Rolle, z. B., wenn sie in der Präsenzveranstaltung als Lehrmittel eingesetzt werden, um z. B. einen Sachverhalt anschaulich aus verschiedenen Perspktiven darzustellen oder aber auch, wenn Studierende eigene Videos in dem Kontext einer Lehrveranstaltung drehen und dabei ein Thema tiefgehend und kreativ erschließen. Gerade deshalb ist eine didaktisch durchdachte Integration von Filmen in der Lehre umso wichtiger geworden. In dem Workshop geht es genau darum: die didaktischen potentiale des Mediums "Film" zu reflektieren und innovative, didaktische Ansätze für den eigenen Filmeinsatz zu entwickeln. Video kann viel mehr als Wissen vermitteln durch "Talking Heads". Gerade duch die technischen Möglichkeiten der Videoeinbettung, z. B. mit dem Videoeditor von H5P stehen kreative Umsetzungsszenarien zur Verfügung, die sich leicht realisieren lassen.

Videos oder das Filmische am Film zeichnen sich vor allem dadurch aus, Ausschnitte der (fiktiven) Realität in lebendiger Fülle darzustellen, sie zu zeigen. Durch die filmischen Mittel wie Ton, Bild und Bewegung kann Film „eine Annäherung an ‚reale‘ oder ‚direkte‘ Wahrnehmungssituationen ermöglichen. Durch das filmische Zeigen und Vorführen von bestimmten authentischen Situationen oder Phänomenen wird den Rezipienten ein anschaulicher und direkter Zugang zu Erlebnissen, Erfahrungen und Perspektiven ermöglicht, der sich in vielen Fällen über andere Medien und Zeichensysteme nur indirekt, erschwert oder unvollständig herstellen lässt. Film kann z. B. komplexe Interaktionssituationen erfahrbar machen und zeigen, warum ein Mensch unter bestimmten Bedingungen so und nicht anders handelt, indem er das Handlungsgefüge plastisch vor Augen führt.

Der Workshop kan als Halbtages- oder Tagesworkshop angeboten werden, sowohl in Präsenz als auch Online. Er sieht eine Selbstlernphase vor, in der die Teilnehmenden eine passende Filmnsequenz auswählen und erste didaktische Überlegungen anstellen.

Lernziele:

  • Vor- und Nachteile des didaktischen Mediums diskutieren können
  • Didaktische Einsatzformen von Film in der Hochschullehre analysieren können
  • Wirksamke und kreative Methoden des Filmeinsatzes beschreiben können
  • Dynamische Videos mit H5P erstellen können
  • einen eigenen kreativen Filmeinsatz planen können

Methoden:

  • Erfahrungsbasiertes Lernen
  • Eigenen Filmsequenz mitbringen und didaktischen Einsatz planen
  • Micro-Teachings mit Simulation des Videoeinsatzes
  • Impulsvorträge
  • Dialogbasiertes Lernen

Auch die eigenen Konsumentscheidungen oder Urlaubspläne, ja der gesamte eigene Lebensstil bleiben von dieser Art des Denkens nicht unberührt.